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Stadtwerke Arnsberg

Die Stadtwerke Arnsberg bieten Geschäftskunden Produkte mit hoher energie- und wasserwirtschaftlicher Relevanz und entwickeln Konzepte zur Digitalisierung.



Wer auf der Suche nach einem klischeehaften Stadtwerk ist, der sucht bei den Stadtwerken Arnsberg vergeblich. Innerhalb weniger Jahre hat sich das Arnsberger Unternehmen zu einem innovativen Vorreiter mit Leuchtturmcharakter für Südwestfalen entwickelt. Der SÜDWESTFALEN MANAGER hat sich die Stadtwerke Arnsberg einmal genauer angeschaut.

Am Anfang war das Wasser. 2004 für die Wasserversorgung der Stadt Arnsberg gegründet, wuchs das Unternehmen stetig. Heute umfassen die Stadtwerke Arnsberg zahlreiche Geschäftsfelder. „Wir sind durch unsere Organisationsstruktur schon etwas Besonderes. Wir sind eines der wenigen Stadtwerke, zu deren Aufgabengebiet die komplette Unterhaltung der Infrastruktur gehört“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Karlheinz Weißer. Somit sind die Stadtwerke für Arnsberg ein Allroundversorger: Trinkwasser, Strom, Erdgas, Parkhäuser, Parkraumbewirtschaftung, Straßen, Brücken, Entwässerung, Kanal, Breitband und Energieeffizienz. „Wir stehen nicht nur geografisch für Kundennähe“, betont Weißer. „Sondern haben aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen große Kompetenz in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern. Fairness ist ebenfalls wichtig: Wir stellen keine überhöhten Rechnungen.“ Die Kundennähe bleibt, neue Geschäftsfelder kommen hinzu.

Stadtwerke Arnsberg richten sich mit dem campus neu aus

Mit dem campus haben die Stadtwerke Arnsberg einen Ort der Begegnungen geschaffen, der vom Erleben und Lernen geprägt ist; ein Ort, der als zentrale Kommunikationsplattform der Region dient und interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Arbeit der Stadtwerke näherbringt. Die Aufgabenfelder reichen jedoch noch weiter: Es geht um Kompetenz, Wissen, Innovationen und neue Produkte. Aus diesem Grund setzen sie ihre Kompetenzen in den Bereichen Wasser-, Strom- und Gasversorgung, Energiedienstleistungen, Energieeffizienz sowie Infrastruktur ein. Mit dem campus präsentieren die Stadtwerke ihre Kernthemen auf unterschiedliche Arten, sprechen verschiedene Zielgruppen an und bilden Netzwerke. „Unser campus lebt von vernetzten Wertschöpfungspartnerschaften“, erklärt Weißer. „Zukunftsweisende Produkte und Konzepte, mit einer hohen energie- und wasserwirtschaftlichen Relevanz, entstehen dort in enger Zusammenarbeit mit Fach-und Kooperationspartnern. Unternehmen in Südwestfalen, aber auch bundesweit gehören zum festen Kundenstamm.“

APESS® – Ambient Protecting Energy Saving System

APESS® ist ein patentiertes zweistufiges Wärmerückgewinnungsverfahren in der Lüftungstechnik. Es ist für alle Lüftungsgeräte konzipiert, die als Klimaanlage arbeiten und die Zuluft konditionieren. Es kann in jedem Lüftungsgerät eingesetzt werden, sowohl in Neuprojekten wie auch nachrüstbar im Bestand, und kann dabei sowohl heizen als auch kühlen.

APESS® ist keine neue Erfindung oder ein fertiges Produkt. Es ist vielmehr ein Ver­fahren zum optimierten Einsatz erprobter und auf dem Markt tausendfach etablierter Komponenten in der Lüftungs- und Klima­technik.

Da es jeweils um maximale Energieoptimierung geht, wird für jede Anwendung eine individuelle, optimale Lösung berechnet.

Die Dienstleistungen der Stadtwerke Arnsberg hinsichtlich der APESS®-Technologie umfassen eine Bestandsaufnahme der bestehenden Anlage oder der Neuplanung mit einer energetischen Berechnung bezüglich der möglichen Einsparpotenziale sowie die Darstellung der Kosten-Nutzen-Situation.

Darüber hinaus bieten die Stadtwerke Arnsberg eine umfassende Planungsunterstützung, von der Entwurfsplanung der APESS-Anlage bis hin zur Inbetriebnahme, an.

APESS® erfüllt die Richtlinien der BAFA zur Förderung von Maßnahmen an Kälte- und Klimaanlagen. Das System wird darüber hinaus mit bis zu 40 Prozent durch das KfW-Förderprogramm 494 bezuschusst. Die APESS®-Technologie ist von der Ökodesign-Richtlinie ausgenommen und löst die möglichen räumlichen Probleme von Bestandsanlagen in diesem Zusammenhang unkompliziert und ohne zusätzlichen baulichen Aufwand.

MHP – die hydrophysikalische Wasseraufbereitung

Das MHP-System garantiert die hygienische Betriebssicherheit ohne Biozid-Einsatz in Prozesswässern. Die Mikrobiologie wird mit der hydrophysikalischen Technologie vollständig abgebaut bzw. verhindert.

Das Kernstück des Systems bildet ein Reaktionsbehälter mit einer Reaktionskammer (siehe Abbildung links), die in ihrem inneren Aufbau einem Zyklon ähnelt. Das mit Hochdruck (5.0 bar) zugeführte Prozesswasser wird hohen Zentrifugal- und Zentripetalkräften ausgesetzt. Zudem bilden sich Scher- und Reibungskräfte, Unterdruck und Kaviation. Der Prozess reißt die Morphologie von Bakterien mechanisch auf und eliminiert die verbleibenden Fragmente durch Kaltoxidation vollständig. Darüber hinaus verändert der Prozess die Molekularstruktur des Wassers, dessen Oberflächenspannung um circa 40 Prozent abnimmt.

Das System kommt in verschiedenen Branchen erfolgreich zum Einsatz:

  • Automobilindustrie
  • Brauereien (hier gewährleistet es die hygienische Betriebssicherheit gemäß VDI-Richtlinie 2047-2 sowie der BImSchV in der aktuellen 42. Fassung)
  • Gebäudetechnik
  • Getränkeindustrie
  • Kunststoff verarbeitende Industrie
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Milch verarbeitende Industrie
  • Gebäudetechnik

MTA Pipe-Inspector®.
Kabellos. Optisch. Akustisch.

Der MTA Pipe-Inspector® ermöglicht die kabellose Video-Inspektion von Rohrleitungen mit integrierter Leckortung für Trinkwasser, Abwasser, Wasserkraft und Industrie.

Rohrmaterialunabhängig ermöglicht das System die lückenlose optische und akustische Untersuchung von Transportleitungen ohne Betriebsunterbrechung. Das Verfahren arbeitet kabellos, wodurch die kontinuierliche optische Untersuchung langer Leitungsabschnitte von bis zu 50 Kilometern möglich ist.

Der MTA Pipe-Inspector® eignet sich auch zur Leckortung in nicht-metallischen Rohrleitungen. Leckgeräusche werden am Entstehungsort direkt an der Leckage aufgezeichnet – unabhängig von Durchmesser und Material der untersuchten Rohrleitung.

Die Dienstleistung der Stadtwerke Arnsberg umfasst nach der optischen Untersuchung und Aufzeichnung der Daten die Auswertung.

  • abschnittsweiser Protokolle
  • der Längenmessung und Druckkurven
  • der Videoaufzeichnung
  • der Anzeige der Leckposition
  • der Positionsangabe in Meter vom Startpunkt oder nächstgelegener Armatur

Digitale Durchstarter – eine Investition in die Zukunft

Obwohl die Stadtwerke Arnsberg erfolgreich mit den neuen Geschäftsfeldern am Markt sind, ist dies für den Stadtwerke-Geschäftsführer kein Grund sich auf dem Erfolg auszuruhen. Sie gehen bereits das nächste Thema – die Digitalisierung – aktiv an. Die Digitalisierung ist auch in der Stadtwerke-Landschaft angekommen und hinterlässt hier ihre Spuren. Die Stadtwerke wollen den Megatrend auf ihre Weise mitgestalten. Ihr Geschäftsführer Karlheinz Weißer und sein 140-köpfiges Mitarbeiterteam verstehen Digitalisierung als etwas, das nicht erst in Zukunft, sondern bereits heute in der DNA der Stadtwerke verwachsen ist. Als etwas, das die gesamte Stadtwerke-Landschaft schon jetzt massiv beeinflusst und weiter beeinflussen wird. Die Stadtwerke Arnsberg haben das Thema deshalb proaktiv in ihre Handlungsfelder aufgenommen. Weißer macht das an einem Beispiel deutlich, in dem sich jeder wiederfinden kann, der zu Hause einen Wasserzähler hat. „Als städtischer Wasserversorger haben wir in mehr als 38.000 Haushalten angefangen, die alten Wasserzähler auszubauen und nach und nach durch digitale Wasserzähler zu ersetzen. So müssen die Kunden die Zählerstände nicht mehr selbst ablesen, da sie per Funk von uns erfasst werden. Zudem können mögliche Leckagen in der Hausinstallation schneller erkannt werden“, präzisiert Weißer, wie Digitalisierung konkret bei Stadtwerken aussieht. „Eine böse Überraschung bei der Jahresabrechnung bleibt den Kunden somit erspart.“

In den Parkhäusern der Stadtwerke Arnsberg ist längst das bargeldlose Zahlen möglich. Zudem kann an rund 1.000 öffentlichen Stellplätzen an Straßen, Wegen und Plätzen im Stadtgebiet per SMS oder App bezahlt werden. Mehr als 100.000 Mal konnten die Autofahrer schon ihr Handy als Parkticket benutzen. Digital voraus gilt mittlerweile auch an den Ladesäulen der Stadtwerke Arnsberg innerhalb der Stadt, an denen Elektrofahrzeuge neu aufgeladen werden können. Über eine App kann europaweit abgerechnet werden.

Über diese ersten Entwicklungen sowie zukünftige Perspektiven haben die Stadtwerke Arnsberg zusammen mit dem ehemaligen Bürgermeister und jetzigen Regierungspräsidenten der Bezirksregierung Arnsberg, Hans-Josef Vogel im Springer Gabler Verlag das Buch „Smart City – Digitalisierung in Stadt und Land“ herausgebracht. Das Werk zeigt exemplarisch am Beispiel der Stadt Arnsberg, wie Kommunen die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen können.

Stadtwerke Arnsberg legen 2018 Aktionsplan Digitalisierung vor

Bereits heute müssen sich die Stadtwerke mit Themen zu intelligenten Verkehrssystemen, Urban Mining, Breitband und Nachhaltigkeit auseinandersetzen, um für die neuen Anforderungen gewappnet zu sein. „Wir haben eine Strategie für die Zukunft, erklärt Karlheinz Weißer das weitere Vorgehen. Die Stadtwerke Arnsberg werden im Laufe des Jahres 2018 einen umfangreichen Aktionsplan Digitalisierung entwickeln, mit der EU-Kommission, der Landesregierung sowie der Industrie reflektieren und danach vorstellen. Um entsprechende Handlungsfelder zu definieren, werden bereits im ersten Quartal unterschiedliche Veranstaltungen mit diversen Experten auf dem campus der Stadtwerke stattfinden.

 

Start-up-Konferenz (31. Januar 2018) Bei der europäischen Start-up-Konferenz werden die Stadtwerke Arnsberg auf ihrem campus die Gründer von 15 europäischen Start-up-Unternehmen mit den heimischen Unternehmen zusammenbringen und vernetzen. Die „Querdenker der Zukunft“ sollen sich einen Tag lang innovativ mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen können. Die Fachsprache wird Englisch sein. Da auch der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen eine Schlüsselrolle bei diesem Thema zukommt, hat der CDU-Politiker Lutz Lienenkämper, der seit Juni neuer NRW-Finanzminister ist, seine Teilnahme bereits zugesagt.

Jugendparlament (26. bis 28. Februar 2018) 100 Schüler und Auszubildende aus Unternehmen in Arnsberg und ganz Südwestfalen können auf dem Stadtwerke-campus drei Tage lang in die Rolle jeweils eines EU-Abgeordneten schlüpfen. Auch hier soll sich das Thema Digitalisierung als roter Faden durch die Veranstaltung ziehen. Die Jugendlichen sollen im fiktiven Parlament eigene Resolutionen erarbeiten und aus ihrer Sicht deutlich machen, was junge Menschen über das Thema Digitalisierung denken und wie sie damit umgehen. An diesen drei Tagen wird der Arnsberger campus mit der Landeshauptstadt und über Düsseldorf mit dem EU-Parlament in Brüssel vernetzt sein. Für diese Veranstaltung haben die Stadtwerke Stephan Holthoff-Pförtner eingeladen, der im Kabinett von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Internationales ist und seine Teilnahme ebenso zugesagt hat wie die drei Europaabgeordneten Dr. Peter Liese (CDU), Elmar Brok (CDU) und Birgit Sippel (SPD).

Arnsberger Zukunftskonferenz (5. März 2018) Unter dem Motto „Zukunft ist das, was wir daraus machen“ kommen an diesem Tag Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen aus ganz Nordrhein-Westfalen zusammen, die sich für Themen wie Smart City, Smart Mobility oder Smart Country interessieren und auf der Suche nach individuellen Lösungsansätzen für ihre Stadt, Kommune oder Unternehmen sind. Fragestellungen, welche ökonomischen und ökologischen Herausforderungen die neue Zeit mit sich bringt, wie sich Arbeits- und Wohnwelten verändern und welche Technologien die Lebenswelten in den Städten und Gemeinden von morgen prägen werden, sind zentraler Bestandteil der Zukunftskonferenz. Interessierte werden an diesem Aktionstag auf eine spannende Zeitreise in die Zukunft mitgenommen. Dabei treffen sie Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die mit Visionen, Strategien und Denkansätzen neue Wege aufzeigen, mit denen die Herausforderungen der Zukunft bewältigt werden können: Keynote Speaker ist die EU-Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Mariya Gabriel, die für die Zukunftskonferenz die Schirmherrschaft übernommen hat. Gespannt dürfen die Besucher auch auf den Vortrag von Dr. Dr. Jörg Salomon, Vice President, Streetscooter Deutsche Post AG sein. Zudem werden der langjährige CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach, S.E. Dr. William Mart Laanemäe als Botschafter der digitalen Vorreiter-Republik Estland und der Regierungspräsident der Bezirksregierung Arnsberg Hans-Josef Vogel sowie Michael Krons, leitender Redakteur der Programmgeschäftsführung und Moderator bei Phoenix, über ihre Erfahrungen mit der Digitalisierung berichten. Weitere Informationen unter www.campus-zukunft.de.

Ausgabe 10/2017